
Kennen Sie die Situation? Sie möchten einfach nur erzählen, was Sie erlebt haben. Doch Ihr Gegenüber gibt Ihnen ungefragt gut gemeinte Ratschläge, teilt Ihnen mit, was Sie anders hätten machen können und trägt zum Schluss noch eine eigene Geschichte vor, die der Ihren ähnelt...
Ach, wäre es schön, wenn uns jemand einfach nur zuhören würde!

Um dieses Thema geht es bei der Arbeit des amerikanischen Psychologen Carl Rogers. Er konzentriert sich bei der Entwicklung seiner ‚Klientenzentrierten Psychotherapie’ primär auf die Haltung des Therapeuten. Der Klient ist gleichberechtigt und ebenbürtig. Er wird nicht belehrt, bevormundet oder bemitleidet. Unabhängig von allen problematischen Themen, heftigen Gefühlen oder ‚dunklen Taten’. Die Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines Klienten sieht Rogers in drei Qualitäten, über die der Therapeut verfügt: