
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, aber nicht den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt der Mann, hinüber zu gehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war seine Eile nur vorgeschützt und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen so einfach einen Gefallen abschlagen. Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht‘s mir wirklich!
Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie doch Ihren Hammer, Sie Rüpel!“
(aus „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick)

Herrlich! Paul Watzlawick führt uns in dieser Geschichte deutlich vor Augen, wie das, was wir denken, die Wirklichkeit verzerrt. Mit seinen vielen Gedanken macht es sich „unser Mann“ schwer. Er jedoch denkt: „Mein Nachbar vergiftet mir mein Leben.“ In einem Gespräch mit Byron Katie würde sie ihm daraufhin die erste ihrer 4 Kernfragen aus ‚The Work‘ stellen:
Ist das wirklich wahr?
Die Amerikanerin hat mit ‚The Work‘ eine sehr wirkungsvolle Methode entwickelt, mit der sie die Wahrheit von Gedanken überprüft. Bei ihrer Arbeit geht sie davon aus, dass die Ursache von körperlichem und seelischem Leiden in unwahren, unbewussten Gedanken zu finden ist.
In vielen werten wir uns selbst ab. Wir tun das nicht mit Absicht, denn es ist uns nicht bewusst. Die Folgen davon sind Krankheiten und Leid.
Was denken Sie über sich selbst und Ihr Leben?
Ich lade Sie ein, es gemeinsam mit mir herauszufinden.
Weitere Informationen über Byron Katie finden sie unter www.thework.com.